Was will der Fotograf am Bauwagen?

Das Telefon klingelte: Hi, Stalli hier. Du bist doch Fotograf. Ich suche jemanden für mein Projekt „Bauwagen“. Hab gesehen, dass du coole Bilder machst. Haste nicht Lust, meinen Wagen zu fotografieren?

Öhm, ja klar. Also Termin ausgemacht und los. Aber dann kamen mir einige Zweifel: Was zur Hölle soll ich da für Bilder machen? Bauwagen? Wie rücke ich den ins richtige Licht? 

Egal, Stalli hatte mir erzählt, das er den Wagen selbst gebaut hatte und dabei war, einzuziehen. Das fand ich spannend, also machte ich den Job. Das ist eine Seite, die ich wirklich daran liebe, Fotograf zu sein: Ich treffe viele, ganz unterschiedliche Leute und erfahre etwas aus ihrem Leben, höre ihre Geschichten und versuche, etwas davon in meine Bilder einfließen zu lassen. Was soll ich sagen: Hier gab es einiges zu erzählen und ich fing ganz nebenbei an, Fotos zu machen. Daraus entwickelte sich ein super Portraitshooting, und es entstanden einige echt starke Bilder, nur der Wagen ging dabei etwas unter. Aber ein neuer Termin ist beschlossene Sache und im nächsten Frühling ist der Wagen sicherlich komplett fertig, Stalli eingezogen und dann auch alsbald fotografiert. Und dann gibt es auch wieder ein paar Bier und sicherlich auch wieder Geschichten, versprochen Stalli.

Hach, ich mag es, Fotograf zu sein.

 

 

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